Am Samstag, 29. August 2026, hat die SP Kölliken vor der Poststelle Unterschriften gesammelt. Zusammen mit der Online-Sammlung auf schrumpfpost.ch sind inzwischen 1083 Unterschriften zusammengekommen. Sie alle tragen dieselbe Forderung: «Der Standort der neuen Ersatzpost soll im Zentrum Köllikens zu liegen kommen.» Zwei Vertreter der Post waren am Sammeltag ebenfalls vor Ort.

Es war viel los an diesem Samstagmorgen vor der Poststelle Kölliken. Viele Köllikerinnen und Kölliker tun sich schwer damit, dass die künftige Poststelle nur noch eine abgespeckte Variante der heutigen sein soll, und vor allem damit, dass die Post nicht mehr im Zentrum des Dorfes liegen wird. Die 1083 Unterschriften, die online und auf Unterschriftenbögen zusammengekommen sind, sprechen eine deutliche Sprache.
Die Poststelle Kölliken wird am 14. September in den Landi-TopShop am Hardweg integriert. Die SP Kölliken ist sich bewusst, dass dieser Umzug im Moment nicht mehr umzukehren ist. Sie fordert aber, dass die Verantwortlichen der Post mit dem Gemeinderat nochmals über die Bücher gehen und eine Lösung für einen zentralen Standort suchen.
Die Post erläutert ihre Position
Zwei Vertreter der Post waren an diesem Morgen ebenfalls anwesend und erläuterten die Position ihres Unternehmens. Sie beklagten den Rückgang der Briefpost, die früher eine Haupteinnahmequelle der Post darstellte. Ausserdem werde die Post einen Hauslieferdienst einrichten, über den sie zu gegebener Zeit per Flugblatt alle Haushaltungen informieren werde. Wichtig war den Postvertretern auch der Hinweis, dass man nur dank des Landi-TopShops überhaupt noch einen bedienten Postschalter haben werde. Alle anderen Geschäfte hätten kein Interesse an einer geschäftsintegrierten Poststelle gehabt.
Man war sich schnell einig, dass der Spardruck von Parlament und Bundesrat die Ursache für die jetzige Situation ist. Die Schweizerische Post AG erhält keine Subventionen und soll wirtschaftlich arbeiten.
«Nicht stillschweigend hingenommen»
Trotzdem sei es Aufgabe der SP, darauf hinzuweisen, dass hier Service public abgebaut wird, hält Sebastian Wildi von der SP Kölliken fest. Von der betroffenen Bevölkerung werde das nicht stillschweigend hingenommen. Es werde sich zeigen, ob sich die Bevölkerung an die neue Situation gewöhne. Andernfalls seien weitere Aktionen geplant.
Auf schrumpfpost.ch werden bis Ende September weiterhin Unterschriften gesammelt.