Poststelle Kölliken: Die SP Kölliken kritisiert den Entscheid der Post

Die SP Kölliken nimmt den Entscheid der Schweizerischen Post, die Postfiliale in Kölliken per 14. September 2026 zu schliessen, mit grossem Befremden zur Kenntnis. Was die Post als «neue Lösung» ankündigt, ist ein Abbau der Grundversorgung – und er trifft eine wachsende Gemeinde mit über 5000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Die SP Kölliken hat früh gewarnt. Bereits im Herbst 2017 sammelte sie Unterschriften für den Erhalt der Poststelle; im März 2018 übergab der damalige Präsident Sebastian Wildi dem Gemeinderat die Petition «Unsere Post muss bleiben» mit 844 Unterschriften. Damals war die Botschaft der Bevölkerung unmissverständlich. Im November 2024, als die Filiale von der Post erneut in Frage gestellt wurde, doppelte die SP Kölliken nach und bat den Gemeinderat, sich mit allen Mitteln gegen die drohende Schliessung einzusetzen. Beide Male ging es um dasselbe: Eine Umwandlung in eine Filiale mit Partner ist kein gleichwertiger Ersatz, sondern ein Abbau.

Besonders schwer wiegt der neue Standort. Die bisherige Filiale liegt beim Bahnhof und sie ist auch zu Fuss und mit dem Velo problemlos erreichbar. Der TopShop der Landi liegt beim Hochuli-Kreisel im Hardfeld, praktisch nur mit dem Auto erreichbar. Es gibt keinen Fahrradstreifen und kein Trottoir. Wer kein Auto hat, wie zum Beispiel ältere Menschen, Jugendliche oder Familien ohne Zweitwagen, hat nur noch erschwert Zugang zu einer Dienstleistung, die zur Grundversorgung gehört. Dass die Öffnungszeiten länger werden, hilft niemandem, der gar nicht erst hinkommt.

Dem Gemeinderat macht die SP Kölliken keinen Vorwurf. Er hat sich im Sinne der Petition eingesetzt, das Gespräch mit der Post gesucht und eine Überprüfung des Entscheids verlangt. Die Verantwortung liegt klar bei der Post.

«Wenn eine wachsende Gemeinde mit über 5000 Einwohnerinnen und Einwohnern ihre Poststelle verliert, zeigt das, wie wenig der Service Public den Verantwortlichen der Post noch wert ist», sagt Andreas Von Gunten, Präsident der SP Kölliken. «Und es zeigt, wie wenig ihn jene in der Politik verteidigen, die die Post auf diesem Weg seit Jahren gewähren lassen.» Der Abbau geschehe nicht naturgesetzlich, sondern sei eine politische Entscheidung und diese wäre eigentlich korrigierbar, wenn der Wille vorhanden wäre.

Vorstand der SP Kölliken
Kontaktperson: Andreas von Gunten, Präsident SP Kölliken, +41 79 370 56 21, avg@andreasvongunten.com

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